Wie können wir Konflikte lösen?

Es gibt keinen konfliktfreien Arbeitsplatz: es treffen immer unterschiedliche Erwartungen, Erfahrungen und Ziele, die (auch) mit der eigenen Arbeit verbunden sind, aufeinander.

Wie können wir Konflikte lösen?

Im ersten Schritt müssen wir den Konflikt verstehen, um ihn lösen zu können. Der Konflikt muss analysiert werden: Wie ist der Konflikt entstanden? Was stört mich genau? Was müsste sich ändern? Konfliktbewältigung ist ein Prozess. Geht nicht von jetzt auf gleich. Auf der anderen Seite solltet ihr nicht zu lange warten, den Konflikt wirklich anzugehen. Sonst stinkt der Konflikt irgendwann. Die Gefahr dabei: wir finden nicht den perfekten Zeitpunkt, wir können uns auf einmal nur noch an die konfliktreichen Eigenschaften unseres Gegenübers erinnern – aber es gab doch eine Zeit, in der wir uns gut verstanden haben – wir gut mit einander arbeiten konnten … bitte nicht vergessen!

Die Bedürfnisse jedes Menschen sind Sicherheit, Zugehörigkeit und Harmonie. Im Konflikt zu sein, ist kein guter Zustand, er greift genau diese Bedürfnisse an.

Wie gehen wir vor, wenn ein Konflikt entstanden ist?

Als erstes sollten wir bei uns selbst genauer hinschauen: Dafür stellen wir uns mal vom eigentlichen Konflikt weg: Welche Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse verbinde ich mit diesem Konflikt. Verstehe ich, was mich da so ärgert? Neu oder sind es vielleicht Erfahrungen, die ich bereits früher gemacht habe und nun wieder getriggert werden? Kann ich dazu Abstand bekommen und mir nur das Gefühl anschauen? Durch das Verstehen wäre es doch wunderbar, wenn ich dadurch auch Verständnis für mich, meine Gedanken und Gefühle entwickeln kann. Die Erkenntnis leitet die Bewältigung ein.

Im zweiten Schritt sollten wir den Blick auf die Beziehung zu unserem Konfliktpartner lenken und mit dieser genauen Analyse, die wir für uns ganz persönlich bereits gemacht haben, nun auf die Beziehungsebene schauen. Wichtig ist hier immer die Wertschätzung zu behalten und gegebene Hierarchieebenen miteinzubeziehen.

Also: wir selbst, die Beziehung zum anderen und: … natürlich die Klärung der Sache an sich. Im dritten Schritt begeben wir uns auf die Sachebene. Wenn wir die Emotionen und Beziehungen klarer haben, können wir uns den Fakten/Faktoren zuwenden, die zum Konflikt geführt haben. Nutzt eure mittlerweile brillanten Analysefähigkeiten. Nun sind wir in der Lage klare Ziel zur Konfliktlösung zu formulieren und zu bestimmen. Unser Ziel könnte sein: mehr Sicherheit zu gewinnen. Da hilft uns bei der Arbeit ganz sicher die Vereinbarung von regelmäßigen Feedbackgesprächen.

Uns sollte immer bewusst sein: jeder von uns sieht die Welt ein bisschen anders – immer durch seine ganz eigene Brille. Bleibt nicht stehen: lernt auch und gerade aus Konflikten.

Wollt ihr einen Konflikt mit mir gemeinsam überwinden? Meldet euch: ich freue mich auf ein Coaching in Bonn oder wo immer ihr mit mir arbeiten wollt!