Woran es liegt, dass manche Dinge einfach so geschehen…

Svea Poggensee

…aber wir doch eigentlich die ganze Zeit dabei sind.

Und auf einmal sind wir alt?
Die Musik aus den 80ern ist hip, für mich sind diese Songs mit Kindheits-/ Jugenderinnerungen verbunden oder einfach nur absolut nervig. Schaue ich an der Ampel manchmal in andere Autos, ertappe ich mich bei dem Gedanken: Da sitzt doch ein Kind am Steuer! Unsere eigenen Kinder, die gerade eben noch so klein, niedlich, an allem interessiert und begeisterungsfähig waren, werden zu Wesen, die ein oft nicht mehr nachvollziehbares (inneres) Eigenleben quasi aus dem Nichts entwickeln. Wir können nicht oder nur schwer beeinflussen, geschweige denn durchblicken, welche Aktion oder Reaktion als Nächstes folgt.
Es gehen Beziehungen auseinander. Manchmal ohne, dass beide es merken: Nur eine(r) wollte es nochmal wissen: neue junge Frau, neue Familie, schnelles Auto. Oder geglättet mit Botox, erste Schönheitskorrekturen chirurgischer Art, neue Kurzhaarfrisur, neuer Look, Sport, Ernährungsumstellung: sind wir dadurch wieder jung?

Kommt ab 40 mit leisen oder lauten Schritten DIE Krise? Ja, gibt’s denn ab diesem Alter eigentlich was Positives? Ich dachte, mit dem Alter kommt auch die Gelassenheit, der Weitblick, die Unabhängigkeit, das „ich-weiß-jetzt-was-ich-will“, „jetzt-kenne-ich-mich, meine-Stärken-und-Schwächen“. Auf die inneren Werte kommt es an …..

Häufig kommen wir nicht mehr richtig zur Ruhe. Vielleicht liegt es daran, weil wir ständig mit der Frage leben: „Darf es auch ein bisschen mehr sein?“ Ein bisschen mehr Karriere, ein bisschen mehr Erreichbarkeit 24/7, ein bisschen mehr auf die Ernährung achten, ein bisschen mehr für die Partnerschaft tun, ein bisschen mehr auf Körper UND Geist achten, ein bisschen mehr an sich selbst denken, aber auch ein bisschen mehr für Andere – für die soziale Gemeinschaft tun… Wie ist all das zu schaffen? Wie sollen wir diese Ansprüche mit uns und anderen vereinbaren? Hört sich nahezu unmöglich an.

Halten Sie das aus!

Prioritäten setzen, ausmisten, nicht allen Ansprüchen gerecht werden wollen. Innehalten, mal anhalten. Stille zulassen. Und wo ist eigentlich die Haltung: Ich möchte offen sein für neue Dinge?

Wir sind dicht und schwer beladen mit all diesen Ansprüchen und dem Streben nach höher, besser, schneller. Wo ist der klare Blick? Offen sein für Dinge, die auf uns zukommen. Diese erkennen und neue Chancen nutzen. Anders abbiegen, Umwege nehmen, neue Wege gehen oder einfach auch nur mal anhalten. Wir müssen nicht nur auf das Navi schauen und Google fragen. Wir kennen die Antworten auf die Fragen, die uns wirklich bewegen, selbst. Unser Bauchgefühl, unsere Erfahrung und unser Gespür hilft uns. Wir müssen uns nur Zeit geben und uns wieder auf uns einlassen und unseren Instinkten folgen.

Das Jahr 2018 ist noch jung, wir sind es auch! Lassen Sie es nicht mehr zu, dass Dinge einfach so geschehen. Seien Sie mutig: erfahren Sie (mehr über) sich. Ein Coaching hilft Ihnen vielleicht dabei.

 

„Zuhören ist das großartigste Werkzeug was wir haben, um das Potenzial anderer Menschen zu erschließen.“

C. Rogers