Mindfulness – Blindfoldness: für- oder gegeneinander?

20 Feb 2021

Menschen, die derzeit ins Coaching oder Training zu mir kommen, berichten mir, dass ihnen beides verstärkt begegnet: wir sind mindful, aber auch blindfold. Ich gehöre übrigens auch dazu!

Bei all den Zoom-Meetings, Teams-Konferenzen oder Webex-Terminen fühlt es sich doch genau so an: wir sehen die anderen auf dem Bildschirm vor uns – wenn wir Glück haben –  denn manche Kollegen entscheiden sich, ihre Kamera gar nicht erst anzuschalten.

Müssen uns auf Ton, Stimmen, Inhalte und natürlich die Technik verlassen.

Gestik, Mimik, Tonlagen – meistens Fehlanzeige. Das gilt übrigens auch, wenn die Kamera erfreulicherweise angeschaltet ist.

Wir sehen mit verbundenen Augen – blindfold. Auch wenn wir uns an die neue Art zu kommunizieren langsam gewöhnen und ihr auch viel Gutes abgewinnen können.

Wir müssen unsere Sinne neu schärfen, vielleicht andere Schwerpunkte in der Kommunikation setzen und uns sehr auf uns selbst verlassen. Achtsam sein mit uns – mindful. Wir sind wach und gegenwärtig. Wir nehmen das, was wir durch die Kamera kriegen können und das können wir achtsam tun – mit unserem Gegenüber.

„The New Normal“ ist „the New Form“ der sozialen Arbeitsbeziehungen und wir tun gut daran, uns damit anzufreunden.

Also: Lust aufs Training? Dann bitte melden!

 

Glübirne

Offen bleiben

20 Dez 2020

„Ja, was soll sich denn verändern? Das ist so eine typische Coach-Frage …..“ Diese Gesprächsfetzen habe ich vor ein paar Tagen beim Laufen am Rhein aufgeschnappt. Zwei Läufer kamen mir entgegen, sie unterhielten sich, liefen dabei relativ schnell, aber genau diese beiden Sätze konnte ich hören.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Frage wirklich so „typisch“ ist, beziehungsweise, ob ich diese Frage als Coach tatsächlich so offensiv stelle. Klar ist jedenfalls, dass es für mich als Coach, Supervisorin und Trainerin in meiner Arbeit immer um die Frage geht: Wie kommen Menschen in die Veränderung? Antwort: Wenn wir einen Nutzen darin sehen. So einfach. Meine Erkenntnis ist: Grip kommt vor PS! Der Mensch und nicht das Thema steht für mich im Vordergrund. Erst wenn wir uns sicher fühlen – also Grip haben, können wir loslaufen und PS auf die Straße bringen. Es geht darum, die Selbstwirksamkeit des Einzelnen oder des gesamten Teams zu stärken und Handlungsalternativen aufzuzeigen. Wir haben immer eine Wahl. Zu jeder Zeit. Wenn wir offen bleiben.

Hier kommt noch ein bekannter Satz für euch: If you change nothing – nothing will change. „Ja und morgens geht die Sonne auf…. – das ist doch klar!“ So war die spontane Reaktion meines Mannes auf diesen Satz. Für mich steckt noch etwas in diesem Satz: Wir haben es in der Hand. Wir können etwas tun. Wenn wir uns nicht bewegen, bewegt sich nichts. Also los! Bleibt offen, kommt ins Tun und startet eure Veränderung. Wechselt mal die Perspektive und definiert persönliche Grenzen neu – am besten jetzt! Ich begleite euch gerne. Als eure Coach, Supervisorin oder Trainerin in Bonn, online oder wo ihr gerade arbeitet. Wir finden den Weg.

 

 

 

Angst

Sich mit der Angst anfreunden

24 Aug 2020

Wovor haben wir am meisten Angst? Es ist häufig die Angst vor der Angst. Angst (über)kommt uns unerwartet, oft ist sie für uns unkontrollierbar. Wir werden von unser Angst regelrecht überrascht. Jeder kennt sie, aber keiner will sie. Das haben wir übrigens alle gemeinsam.

Wegducken oder die Augen verschließen, hoffen, dass die Angst heute nicht bei uns vorbeikommt, hilft nicht. Sie hält uns wach und aufmerksam. Natürlich nur, wenn sie für uns gesund dosiert ist – übertriebener Konsum lähmt und kann uns krankmachen. Angst hat etwas Beängstigendes, da wir (manchmal) meinen, sie nicht kontrollieren zu können und nicht genau wissen, woher sie kommt, wie lange sie bleibt und wann sie wieder geht. Sie kann fast eigenständig agieren – wir haben manchmal das Gefühl, dass die Angst die Kontrolle übernimmt.

Was tun, wenn wir es so empfinden?

Das ist unsere Angst – sie gehört zu uns. Deshalb können wir auch mit ihr umgehen. Wir könnten versuchen, uns mit der Angst anzufreunden. Die Angst annehmen, sie anschauen und damit arbeiten. Wir sollten uns für unsere Angst nicht schämen – sie gehört zu uns. Es ist gut, dass wir sie in unserem Gefühlsrepertoire haben. Sie ist unser Alarm bei drohenden Gefahren.

Es ist das Thema von Nähe und Distanz: kommt die Angst uns zu nah, können wir sie nicht mehr kontrollieren. Ist sie für uns gar nicht greifbar – also zu weit entfernt, werden wir sehr leichtsinnig. Wir brauchen auch hier unsere Balance.

Im Coaching können wir uns anschauen, ob der Herausforderung, die wir sehen, tatsächlich nur mit Angst zu begegnen ist. Vielleicht ist das Wort auch zu groß und wir empfinden ein ungutes Gefühl, haben Sorge, dass etwas nicht so klappt – nennen es aber Angst. Im Coaching finden wir das Gefühl, was für euch stimmt. Ich begleite euch gern dabei herauszufinden, was hinter diesem Gefühl steckt, was es für eine Bedeutung für euch hat und wie ihr es annehmen und als Ressource nutzen könnt.

Meldet euch – traut euch – keine Angst!

 

 

Neu

Neu angehen

14 Mai 2020

Das ist kein Beitrag über die Corona-Krise mit der „was-wir-alles-nicht-dürfen“-Brille. Die Phase der persönlichen und beruflichen Einschränkungen und diese Art der Berichterstattung sind schon zu unserem neuen Alltag geworden. Irgendwie haben wir uns angepasst, mussten damit zurechtkommen. Mit äußeren und unseren inneren Widerständen.

Ich möchte heute den Blick mit euch nach vorne richten – als Coach fühle ich mich geradezu verpflichtet, mit euch den CHANGE, den wir alle erleben, zwar als Herausforderung, aber vor allem auch als CHANCE zu betrachten.

Mir ist wichtig, dass wir unsere Zuversicht nicht verlieren. Was sollten wir adaptieren – also in unserem Leben neu abstimmen, anpassen oder ausgleichen? Es geht bei dieser Frage noch nicht um das „Wie“. Erinnert ihr euch: Wir haben alle in den letzten Wochen lernen müssen, unsere Geschwindigkeit zu reduzieren. Also nutzen wir doch diese neu gewonnene Eigenschaft und konzentrieren uns an diesem Punkt tatsächlich erst auf das „Was“.

Noch weiter nach vorne geschaut: Was können wir NEU angehen? Welche Chancen bieten sich uns? Wo ist unser neuer Spielraum? Denkt schnell und schreibt es auf – bis zum nächsten Coaching digital oder persönlich!

 

Auto

Sicherheit und Zuversicht – gerade jetzt!

20 Mrz 2020

Sicher ist im März 2020 die Unsicherheit. Die Corona-Krise betrifft uns alle. Wir müssen uns in dieser ungewissen Zeit schnell neu sortieren. Jeden Tag. Unser Verhältnis zu Nähe und Distanz wird von außen vorgegeben. Zu unserer eigenen Sicherheit und zur Sicherheit unserer Mitmenschen. Wir brauchen uns im Moment nicht die Frage stellen, ob wir nun die Hand geben, kumpelhaft auf die Schulter klopfen oder gleich umarmen. Wir müssen auf körperliche Distanz zu anderen Menschen gehen. Das ist sicher. Gleichzeitig ist unsere emotionale Nähe zu anderen Menschen, unsere Empathie gerade jetzt intensiv gefordert. Wir müssen an andere denken, um diese Krise für uns persönlich zu meistern. Das soziale Miteinander an Orten, die wir sonst selbstverständlich gemeinsam aufsuchen, ist radikal ausgebremst. Wir bekommen nun mehr Zeit für die wesentlichen Dinge. Keine Ablenkung oder Bestätigung durch Konsum und Gequatsche.

Wie erhalten wir unsere Zuversicht und Motivation? Kannst du der aktuellen Situation auch etwas Positives abgewinnen? Gab es für dich in den letzten Tagen ganz besondere Begegnungen und Erfahrungen, die dich sogar gestärkt und selbst-sicherer gemacht haben? Bist du vielleicht zur Ruhe gekommen und siehst nicht in jeder Kleinigkeit einen Angriff gegen dich oder als etwas, was unbedingt sofort erledigt werden muss? Ich finde, unsere To-Do-Listen werden jetzt neu geschrieben.

Wir können uns aktuell nicht zu einem Coaching oder einer Supervision persönlich treffen, doch schreib deine Gefühle, Gedanken und Erlebnisse auf. Du kannst sie zu unserem nächsten Coaching-Termin  mitbringen oder sie mir unter mail@svea-poggensee.de zusenden. Wir können auch in dieser Zeit ins Gespräch kommen. Bleib gesund, zuversichtlich und bei dir!

 

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Mindfulness – Blindfoldness: für- oder gegeneinander?

Glübirne

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Sich mit der Angst anfreunden

Neu

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Auto

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Svea Poggensee

Die goldene Mitte

Klamotten

Start ins Jahr 2020 – zum Aufwärmen

Lego

Poldi, nein! Was soll das denn?

Wasser

Wie können wir Konflikte lösen?

Svea Poggensee

Change, Haltung und Körper