Sicherheit und Zuversicht – gerade jetzt!

20 Mrz 2020

Sicher ist im März 2020 die Unsicherheit. Die Corona-Krise betrifft uns alle. Wir müssen uns in dieser ungewissen Zeit schnell neu sortieren. Jeden Tag. Unser Verhältnis zu Nähe und Distanz wird von außen vorgegeben. Zu unserer eigenen Sicherheit und zur Sicherheit unserer Mitmenschen. Wir brauchen uns im Moment nicht die Frage stellen, ob wir nun die Hand geben, kumpelhaft auf die Schulter klopfen oder gleich umarmen. Wir müssen auf körperliche Distanz zu anderen Menschen gehen. Das ist sicher. Gleichzeitig ist unsere emotionale Nähe zu anderen Menschen, unsere Empathie gerade jetzt intensiv gefordert. Wir müssen an andere denken, um diese Krise für uns persönlich zu meistern. Das soziale Miteinander an Orten, die wir sonst selbstverständlich gemeinsam aufsuchen, ist radikal ausgebremst. Wir bekommen nun mehr Zeit für die wesentlichen Dinge. Keine Ablenkung oder Bestätigung durch Konsum und Gequatsche.

Wie erhalten wir unsere Zuversicht und Motivation? Kannst du der aktuellen Situation auch etwas Positives abgewinnen? Gab es für dich in den letzten Tagen ganz besondere Begegnungen und Erfahrungen, die dich sogar gestärkt und selbst-sicherer gemacht haben? Bist du vielleicht zur Ruhe gekommen und siehst nicht in jeder Kleinigkeit einen Angriff gegen dich oder als etwas, was unbedingt sofort erledigt werden muss? Ich finde, unsere To-Do-Listen werden jetzt neu geschrieben.

Wir können uns aktuell nicht zu einem Coaching oder einer Supervision persönlich treffen, doch schreib deine Gefühle, Gedanken und Erlebnisse auf. Du kannst sie zu unserem nächsten Coaching-Termin  mitbringen oder sie mir unter mail@svea-poggensee.de zusenden. Wir können auch in dieser Zeit ins Gespräch kommen. Bleib gesund, zuversichtlich und bei dir!

 

Svea Poggensee

Die goldene Mitte

19 Feb 2020

…. oder: Auf der Suche nach der eigenen Balance

Das Thema Nähe und Distanz ist nicht neu. Unsere professionelle Balance zwischen Nähe und Distanz können wir uns doch wie eine Waage vorstellen: In der einen Schale liegt die emotionale Nähe, die die Voraussetzung für unsere gelingende Arbeit ist. Auf der anderen Seite ist die professionelle Distanz: Sie schützt uns davor, uns zu weit einzulassen, uns zu verstricken. Vom Menschen bis zum Thema.

Wie ist denn dein Verständnis? Arbeitest du grundsätzlich sachlich, distanziert und löst Probleme über eine scharfe Analytik, oder versuchst du dich erst über die persönliche Beziehung einem Thema zu nähern? Die Masse der Gewichte bei unserer Waage wird u.a. bestimmt über persönliche Erfahrungen, die eigene Sozialisation, Selbstbewusstsein und der aktuellen Lebenssituation. Die Hebel der Waage sind sehr unterschiedlich. So entfalten die Gewichte z.B. beim Finanzanalyst an der Börse, der sich mit Kursverläufen und Daten der ökonomischen Analyse beschäftigt, eine völlig andere Wirkung in seinem Berufsfeld als beim Therapeuten, der sich mit menschlichen Krisensituationen im Umgang mit seinen Klienten auseinandersetzt. Dennoch: beiden gemeinsam ist die Notwendigkeit einer stimmigen Ausbalancierung. So muss der Analyst bei seiner Tätigkeit „einen kühlen Kopf bewahren“, darf sich in Stresssituationen nicht zu voreiligen, emotionalen Entscheidungen hinreißen lassen. Strategie und Logik folgen. 
Ich behaupte: Der Therapeut hingegen arbeitet „auf Sicht“ mit seinem Klienten. Mit den Beziehungsdynamiken, frühkindlichen Erfahrungen und Erlebnismustern seines Klienten und seiner eigenen professionellen Haltung und seinem Fachwissen. Er muss frühzeitig Grenzen setzen, um eine starke persönliche Beziehung zum Klienten zu verhindern. Den „kühlen Kopf“ brauchen demnach beide. Sie starten nur mit unterschiedlichen Gewichten. Die Unterschiedlichkeit besteht darin, dass der Therapeut die Nähe zum Menschen braucht, um sinnstiftend unterstützen zu können. Der Analyst braucht die Nähe zum Thema, um einen erfolgreichen Deal abschließen zu können.

Hast du deine goldene Mitte? Ich bin gespannt!

Klamotten

Start ins Jahr 2020 – zum Aufwärmen

09 Jan 2020

Na, das wird doch bestimmt interessant: Gibt es gute Vorsätze bei euch? Wollt ihr in diesem neuen Jahrzehnt ENDLICH etwas beginnen – oder beenden – oder neu anfangen – oder einfach mal sein lassen – …?

Ich habe Ende des Jahres 2019 meine Weiterbildung als personenzentrierte Supervisorin abgeschlossen. Das Thema meiner Abschlussarbeit „Nähe und Distanz“ ist ein zentrales. In allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Ob wir es nun wollen oder nicht. Ich arbeite jeden Tag als Coach und Supervisorin, als Mutter und Ehefrau, als Freundin und Kollegin, ja, als Mensch mit Menschen daran. Ihr übrigens auch.

Ihr kennt das Thema bereits aus einen meiner Beiträge, als ich euch von einem Workshop erzählte. Nun habe ich viele Workshops zu „Nähe und Distanz“ gemacht und es ist immer neu, anders, frisch, bewegend. Deshalb möchte ich mit euch in den nächsten Wochen diesem Thema noch ein bisschen näher kommen UND es mit Distanz betrachten. Na, überlegt ihr schon, wie euer Nähe-Distanz-Verhältnis zu anderen Personen und zu euch ganz persönlich ist? Wann ist es eigentlich wie?

Steigen wir hier und heute doch einfach ein: Denn, es ist so eine Sache mit der Nähe und der Distanz. Sie beschäftigen uns. Bewusst oder unbewusst. Privat und beruflich. Kognitiv und körperlich. Wie viel Nähe wollen wir zulassen – wie viel Nähe halten wir überhaupt aus? Wie wichtig ist es uns, Distanz zu halten, und wann sind wir eigentlich zu weit weg?

Es geht immer darum, die stimmige Balance zu finden. Da gibt’s keinen An-/Aus-Schalter, der uns dabei hilft, uns für maximale Nähe oder höchste Distanz zu entscheiden. Nähe und Distanz sind nicht digital steuerbar. Unseren ganz individuellen Weg gilt es mit Bewusstheit und Freude zu finden. Wir entdecken sicher auch Abzweigungen, Stolpersteine, Umwege, Sackgassen, Einbahnstraßen, rote Ampeln. Wenn wir aufmerksam bleiben, finden wir unseren Weg. Der Weg, der zu uns passt. Vielleicht gehen wir einen neuen Weg im Jahr 2020? Finden wir es gemeinsam heraus!

Jetzt, mit dem nächsten Beitrag oder direkt bei einem Coaching in Bonn oder in eurer Organisation vor Ort!

Lego

Poldi, nein! Was soll das denn?

16 Mai 2019

Fragte die Frau auf der anderen Straßenseite ihren bellenden Hund mit lauter Stimme. Meine Hunde guckten kurz rüber und gingen relativ unbeeindruckt mit mir weiter. So, Frage: Was soll der arme Poldi denn jetzt seinem Frauchen antworten? Vor allem: Würde denn Poldis Frauchen das überhaupt verstehen?

Ein treffendes Beispiel, weil es mal wieder um Absicht und Wirkung, Fragen und Antworten geht. Oder ist es doch einfacher: Muss eigentlich immer ALLES Sinn machen, geplant sein, bewusst eingegangen und dann auch reflektiert werden?

Oh, ja, diese Gedanken habe ich als Coach. Denn, wenn wir uns immer nur um uns selbst drehen, immer alles persönlich nehmen, kann uns das sehr einschränken.

Dann kann auch Coaching und Supervision nicht mehr wirken. Wenn wir denken, wir brauchen unbedingt und ständig den professionellen Blick – die Absicherung: Ist das alles gut und richtig, was ich tue oder tun will? Was passiert, wenn ich den Schritt gegangen bin…. muss ich wissen!

Nein, musst du nicht immer. Mach einfach mal, was dir gefällt. Dich antreibt. Spaß macht. Ein gutes Gefühl gibt. Oder einfach: weil es jetzt dran ist.

Poldi bellt – fertig. Ist nicht so wichtig, warum oder wozu. Ist auch nicht wichtig, ob er Frauchen antwortet. Hat er übrigens nicht.

Also: Lasst euch treiben, wenn euch danach ist. Herrlich! Und erzählt mir eure Erfahrungen beim nächsten Coaching in Bonn.

Wasser

Wie können wir Konflikte lösen?

21 Mrz 2019

Es gibt keinen konfliktfreien Arbeitsplatz: es treffen immer unterschiedliche Erwartungen, Erfahrungen und Ziele, die (auch) mit der eigenen Arbeit verbunden sind, aufeinander.

Wie können wir Konflikte lösen?

Im ersten Schritt müssen wir den Konflikt verstehen, um ihn lösen zu können. Der Konflikt muss analysiert werden: Wie ist der Konflikt entstanden? Was stört mich genau? Was müsste sich ändern? Konfliktbewältigung ist ein Prozess. Geht nicht von jetzt auf gleich. Auf der anderen Seite solltet ihr nicht zu lange warten, den Konflikt wirklich anzugehen. Sonst stinkt der Konflikt irgendwann. Die Gefahr dabei: wir finden nicht den perfekten Zeitpunkt, wir können uns auf einmal nur noch an die konfliktreichen Eigenschaften unseres Gegenübers erinnern – aber es gab doch eine Zeit, in der wir uns gut verstanden haben – wir gut mit einander arbeiten konnten … bitte nicht vergessen!

Die Bedürfnisse jedes Menschen sind Sicherheit, Zugehörigkeit und Harmonie. Im Konflikt zu sein, ist kein guter Zustand, er greift genau diese Bedürfnisse an.

Wie gehen wir vor, wenn ein Konflikt entstanden ist?

Als erstes sollten wir bei uns selbst genauer hinschauen: Dafür stellen wir uns mal vom eigentlichen Konflikt weg: Welche Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse verbinde ich mit diesem Konflikt. Verstehe ich, was mich da so ärgert? Neu oder sind es vielleicht Erfahrungen, die ich bereits früher gemacht habe und nun wieder getriggert werden? Kann ich dazu Abstand bekommen und mir nur das Gefühl anschauen? Durch das Verstehen wäre es doch wunderbar, wenn ich dadurch auch Verständnis für mich, meine Gedanken und Gefühle entwickeln kann. Die Erkenntnis leitet die Bewältigung ein.

Im zweiten Schritt sollten wir den Blick auf die Beziehung zu unserem Konfliktpartner lenken und mit dieser genauen Analyse, die wir für uns ganz persönlich bereits gemacht haben, nun auf die Beziehungsebene schauen. Wichtig ist hier immer die Wertschätzung zu behalten und gegebene Hierarchieebenen miteinzubeziehen.

Also: wir selbst, die Beziehung zum anderen und: … natürlich die Klärung der Sache an sich. Im dritten Schritt begeben wir uns auf die Sachebene. Wenn wir die Emotionen und Beziehungen klarer haben, können wir uns den Fakten/Faktoren zuwenden, die zum Konflikt geführt haben. Nutzt eure mittlerweile brillanten Analysefähigkeiten. Nun sind wir in der Lage klare Ziel zur Konfliktlösung zu formulieren und zu bestimmen. Unser Ziel könnte sein: mehr Sicherheit zu gewinnen. Da hilft uns bei der Arbeit ganz sicher die Vereinbarung von regelmäßigen Feedbackgesprächen.

Uns sollte immer bewusst sein: jeder von uns sieht die Welt ein bisschen anders – immer durch seine ganz eigene Brille. Bleibt nicht stehen: lernt auch und gerade aus Konflikten.

Wollt ihr einen Konflikt mit mir gemeinsam überwinden? Meldet euch: ich freue mich auf ein Coaching in Bonn oder wo immer ihr mit mir arbeiten wollt!

 

Blog Bild März20

Sicherheit und Zuversicht – gerade jetzt!

Svea Poggensee

Die goldene Mitte

Klamotten

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Lego

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Wasser

Wie können wir Konflikte lösen?

Svea Poggensee

Change, Haltung und Körper

Svea Poggensee

Der Drops ist noch nicht gelutscht….

Hausaussen

Was gut tut kann nicht schlecht sein.

Svea Poggensee

Vertrauen Sie sich …..

Svea Poggensee

Wenn du da DU selbst bleibst, hältst du das nicht aus.