Angst

Sich mit der Angst anfreunden

24 Aug 2020

Wovor haben wir am meisten Angst? Es ist häufig die Angst vor der Angst. Angst (über)kommt uns unerwartet, oft ist sie für uns unkontrollierbar. Wir werden von unser Angst regelrecht überrascht. Jeder kennt sie, aber keiner will sie. Das haben wir übrigens alle gemeinsam.

Wegducken oder die Augen verschließen, hoffen, dass die Angst heute nicht bei uns vorbeikommt, hilft nicht. Sie hält uns wach und aufmerksam. Natürlich nur, wenn sie für uns gesund dosiert ist – übertriebener Konsum lähmt und kann uns krankmachen. Angst hat etwas Beängstigendes, da wir (manchmal) meinen, sie nicht kontrollieren zu können und nicht genau wissen, woher sie kommt, wie lange sie bleibt und wann sie wieder geht. Sie kann fast eigenständig agieren – wir haben manchmal das Gefühl, dass die Angst die Kontrolle übernimmt.

Was tun, wenn wir es so empfinden?

Das ist unsere Angst – sie gehört zu uns. Deshalb können wir auch mit ihr umgehen. Wir könnten versuchen, uns mit der Angst anzufreunden. Die Angst annehmen, sie anschauen und damit arbeiten. Wir sollten uns für unsere Angst nicht schämen – sie gehört zu uns. Es ist gut, dass wir sie in unserem Gefühlsrepertoire haben. Sie ist unser Alarm bei drohenden Gefahren.

Es ist das Thema von Nähe und Distanz: kommt die Angst uns zu nah, können wir sie nicht mehr kontrollieren. Ist sie für uns gar nicht greifbar – also zu weit entfernt, werden wir sehr leichtsinnig. Wir brauchen auch hier unsere Balance.

Im Coaching können wir uns anschauen, ob der Herausforderung, die wir sehen, tatsächlich nur mit Angst zu begegnen ist. Vielleicht ist das Wort auch zu groß und wir empfinden ein ungutes Gefühl, haben Sorge, dass etwas nicht so klappt – nennen es aber Angst. Im Coaching finden wir das Gefühl, was für euch stimmt. Ich begleite euch gern dabei herauszufinden, was hinter diesem Gefühl steckt, was es für eine Bedeutung für euch hat und wie ihr es annehmen und als Ressource nutzen könnt.

Meldet euch – traut euch – keine Angst!

 

 

Neu

Neu angehen

14 Mai 2020

Das ist kein Beitrag über die Corona-Krise mit der „was-wir-alles-nicht-dürfen“-Brille. Die Phase der persönlichen und beruflichen Einschränkungen und diese Art der Berichterstattung sind schon zu unserem neuen Alltag geworden. Irgendwie haben wir uns angepasst, mussten damit zurechtkommen. Mit äußeren und unseren inneren Widerständen.

Ich möchte heute den Blick mit euch nach vorne richten – als Coach fühle ich mich geradezu verpflichtet, mit euch den CHANGE, den wir alle erleben, zwar als Herausforderung, aber vor allem auch als CHANCE zu betrachten.

Mir ist wichtig, dass wir unsere Zuversicht nicht verlieren. Was sollten wir adaptieren – also in unserem Leben neu abstimmen, anpassen oder ausgleichen? Es geht bei dieser Frage noch nicht um das „Wie“. Erinnert ihr euch: Wir haben alle in den letzten Wochen lernen müssen, unsere Geschwindigkeit zu reduzieren. Also nutzen wir doch diese neu gewonnene Eigenschaft und konzentrieren uns an diesem Punkt tatsächlich erst auf das „Was“.

Noch weiter nach vorne geschaut: Was können wir NEU angehen? Welche Chancen bieten sich uns? Wo ist unser neuer Spielraum? Denkt schnell und schreibt es auf – bis zum nächsten Coaching digital oder persönlich!

 

Auto

Sicherheit und Zuversicht – gerade jetzt!

20 Mrz 2020

Sicher ist im März 2020 die Unsicherheit. Die Corona-Krise betrifft uns alle. Wir müssen uns in dieser ungewissen Zeit schnell neu sortieren. Jeden Tag. Unser Verhältnis zu Nähe und Distanz wird von außen vorgegeben. Zu unserer eigenen Sicherheit und zur Sicherheit unserer Mitmenschen. Wir brauchen uns im Moment nicht die Frage stellen, ob wir nun die Hand geben, kumpelhaft auf die Schulter klopfen oder gleich umarmen. Wir müssen auf körperliche Distanz zu anderen Menschen gehen. Das ist sicher. Gleichzeitig ist unsere emotionale Nähe zu anderen Menschen, unsere Empathie gerade jetzt intensiv gefordert. Wir müssen an andere denken, um diese Krise für uns persönlich zu meistern. Das soziale Miteinander an Orten, die wir sonst selbstverständlich gemeinsam aufsuchen, ist radikal ausgebremst. Wir bekommen nun mehr Zeit für die wesentlichen Dinge. Keine Ablenkung oder Bestätigung durch Konsum und Gequatsche.

Wie erhalten wir unsere Zuversicht und Motivation? Kannst du der aktuellen Situation auch etwas Positives abgewinnen? Gab es für dich in den letzten Tagen ganz besondere Begegnungen und Erfahrungen, die dich sogar gestärkt und selbst-sicherer gemacht haben? Bist du vielleicht zur Ruhe gekommen und siehst nicht in jeder Kleinigkeit einen Angriff gegen dich oder als etwas, was unbedingt sofort erledigt werden muss? Ich finde, unsere To-Do-Listen werden jetzt neu geschrieben.

Wir können uns aktuell nicht zu einem Coaching oder einer Supervision persönlich treffen, doch schreib deine Gefühle, Gedanken und Erlebnisse auf. Du kannst sie zu unserem nächsten Coaching-Termin  mitbringen oder sie mir unter mail@svea-poggensee.de zusenden. Wir können auch in dieser Zeit ins Gespräch kommen. Bleib gesund, zuversichtlich und bei dir!

 

Svea Poggensee

Die goldene Mitte

19 Feb 2020

…. oder: Auf der Suche nach der eigenen Balance

Das Thema Nähe und Distanz ist nicht neu. Unsere professionelle Balance zwischen Nähe und Distanz können wir uns doch wie eine Waage vorstellen: In der einen Schale liegt die emotionale Nähe, die die Voraussetzung für unsere gelingende Arbeit ist. Auf der anderen Seite ist die professionelle Distanz: Sie schützt uns davor, uns zu weit einzulassen, uns zu verstricken. Vom Menschen bis zum Thema.

Wie ist denn dein Verständnis? Arbeitest du grundsätzlich sachlich, distanziert und löst Probleme über eine scharfe Analytik, oder versuchst du dich erst über die persönliche Beziehung einem Thema zu nähern? Die Masse der Gewichte bei unserer Waage wird u.a. bestimmt über persönliche Erfahrungen, die eigene Sozialisation, Selbstbewusstsein und der aktuellen Lebenssituation. Die Hebel der Waage sind sehr unterschiedlich. So entfalten die Gewichte z.B. beim Finanzanalyst an der Börse, der sich mit Kursverläufen und Daten der ökonomischen Analyse beschäftigt, eine völlig andere Wirkung in seinem Berufsfeld als beim Therapeuten, der sich mit menschlichen Krisensituationen im Umgang mit seinen Klienten auseinandersetzt. Dennoch: beiden gemeinsam ist die Notwendigkeit einer stimmigen Ausbalancierung. So muss der Analyst bei seiner Tätigkeit „einen kühlen Kopf bewahren“, darf sich in Stresssituationen nicht zu voreiligen, emotionalen Entscheidungen hinreißen lassen. Strategie und Logik folgen. 
Ich behaupte: Der Therapeut hingegen arbeitet „auf Sicht“ mit seinem Klienten. Mit den Beziehungsdynamiken, frühkindlichen Erfahrungen und Erlebnismustern seines Klienten und seiner eigenen professionellen Haltung und seinem Fachwissen. Er muss frühzeitig Grenzen setzen, um eine starke persönliche Beziehung zum Klienten zu verhindern. Den „kühlen Kopf“ brauchen demnach beide. Sie starten nur mit unterschiedlichen Gewichten. Die Unterschiedlichkeit besteht darin, dass der Therapeut die Nähe zum Menschen braucht, um sinnstiftend unterstützen zu können. Der Analyst braucht die Nähe zum Thema, um einen erfolgreichen Deal abschließen zu können.

Hast du deine goldene Mitte? Ich bin gespannt!

Klamotten

Start ins Jahr 2020 – zum Aufwärmen

09 Jan 2020

Na, das wird doch bestimmt interessant: Gibt es gute Vorsätze bei euch? Wollt ihr in diesem neuen Jahrzehnt ENDLICH etwas beginnen – oder beenden – oder neu anfangen – oder einfach mal sein lassen – …?

Ich habe Ende des Jahres 2019 meine Weiterbildung als personenzentrierte Supervisorin abgeschlossen. Das Thema meiner Abschlussarbeit „Nähe und Distanz“ ist ein zentrales. In allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Ob wir es nun wollen oder nicht. Ich arbeite jeden Tag als Coach und Supervisorin, als Mutter und Ehefrau, als Freundin und Kollegin, ja, als Mensch mit Menschen daran. Ihr übrigens auch.

Ihr kennt das Thema bereits aus einen meiner Beiträge, als ich euch von einem Workshop erzählte. Nun habe ich viele Workshops zu „Nähe und Distanz“ gemacht und es ist immer neu, anders, frisch, bewegend. Deshalb möchte ich mit euch in den nächsten Wochen diesem Thema noch ein bisschen näher kommen UND es mit Distanz betrachten. Na, überlegt ihr schon, wie euer Nähe-Distanz-Verhältnis zu anderen Personen und zu euch ganz persönlich ist? Wann ist es eigentlich wie?

Steigen wir hier und heute doch einfach ein: Denn, es ist so eine Sache mit der Nähe und der Distanz. Sie beschäftigen uns. Bewusst oder unbewusst. Privat und beruflich. Kognitiv und körperlich. Wie viel Nähe wollen wir zulassen – wie viel Nähe halten wir überhaupt aus? Wie wichtig ist es uns, Distanz zu halten, und wann sind wir eigentlich zu weit weg?

Es geht immer darum, die stimmige Balance zu finden. Da gibt’s keinen An-/Aus-Schalter, der uns dabei hilft, uns für maximale Nähe oder höchste Distanz zu entscheiden. Nähe und Distanz sind nicht digital steuerbar. Unseren ganz individuellen Weg gilt es mit Bewusstheit und Freude zu finden. Wir entdecken sicher auch Abzweigungen, Stolpersteine, Umwege, Sackgassen, Einbahnstraßen, rote Ampeln. Wenn wir aufmerksam bleiben, finden wir unseren Weg. Der Weg, der zu uns passt. Vielleicht gehen wir einen neuen Weg im Jahr 2020? Finden wir es gemeinsam heraus!

Jetzt, mit dem nächsten Beitrag oder direkt bei einem Coaching in Bonn oder in eurer Organisation vor Ort!

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Sich mit der Angst anfreunden

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Neu angehen

Auto

Sicherheit und Zuversicht – gerade jetzt!

Svea Poggensee

Die goldene Mitte

Klamotten

Start ins Jahr 2020 – zum Aufwärmen

Lego

Poldi, nein! Was soll das denn?

Wasser

Wie können wir Konflikte lösen?

Svea Poggensee

Change, Haltung und Körper

Svea Poggensee

Der Drops ist noch nicht gelutscht….

Hausaussen

Was gut tut kann nicht schlecht sein.